Das Problem mit der Freigabe am Telefon
Die Bremsbeläge sind runter, der Auspuff ist durch, die Manschette gerissen: Mehrarbeit gehört zum Werkstattalltag. Die Freigabe dafür läuft meist übers Telefon. Das hat zwei Haken.
- Das Auto steht. Solange der Kunde nicht erreichbar ist, blockiert das Fahrzeug die Hebebühne oder den Stellplatz.
- Es gibt nichts Schriftliches. Bei der Abholung erinnert sich der Kunde anders an den Preis als Sie. Dann steht Aussage gegen Aussage, und die Diskussion kostet Zeit und Vertrauen.
So läuft die Freigabe in OpenHood
- Kostenvoranschlag erstellen: den KVA mit einem Tipp anlegen, bei Bedarf ändern und dem Kunden zur Freigabe schicken.
- Mehrarbeit mitten im Auftrag: zum Beispiel „Bremsbeläge vorne stark abgenutzt, +180 € — freigeben?“, dazu ein Foto oder eine kurze Sprachnachricht im Chat.
- Kunde entscheidet: Er tippt Ja oder Nein, wo immer er gerade ist.
- Alles bleibt nachvollziehbar: Jede Änderung am Kostenvoranschlag landet in der Versionshistorie, jede Freigabe beim Auftrag.
Was rechtlich dahintersteht
Ein Kostenvoranschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten (§ 632 Abs. 3 BGB). Zeichnet sich ab, dass er wesentlich überschritten wird, muss die Werkstatt den Kunden unverzüglich darüber informieren (§ 649 BGB). Eine schriftliche, zeitlich nachvollziehbare Freigabe ist dafür der sauberste Beleg — deutlich belastbarer als die Erinnerung an ein Telefonat.
Allgemeiner Hinweis, keine Rechtsberatung.
Weniger Standzeit, weniger Diskussion
Wenn der Kunde in Minuten statt Stunden antwortet, ist das Auto schneller fertig und der Platz schneller frei. Und weil der Kunde das Foto gesehen und selbst freigegeben hat, gibt es bei der Rechnung keine Überraschung. Bezahlt wird anschließend direkt in der App — mehr dazu unter Kundenkommunikation für Werkstätten.