Digitaler Kostenvoranschlag & Reparaturfreigabe Mehrarbeit freigeben lassen — mit einem Tipp.

Unter dem Auto zeigt sich mehr als geplant. Statt Mailbox und Rückruf schicken Sie Foto und Preis in die App. Der Kunde sagt Ja oder Nein — und beides ist dokumentiert.

Das Problem mit der Freigabe am Telefon

Die Bremsbeläge sind runter, der Auspuff ist durch, die Manschette gerissen: Mehrarbeit gehört zum Werkstattalltag. Die Freigabe dafür läuft meist übers Telefon. Das hat zwei Haken.

  • Das Auto steht. Solange der Kunde nicht erreichbar ist, blockiert das Fahrzeug die Hebebühne oder den Stellplatz.
  • Es gibt nichts Schriftliches. Bei der Abholung erinnert sich der Kunde anders an den Preis als Sie. Dann steht Aussage gegen Aussage, und die Diskussion kostet Zeit und Vertrauen.

So läuft die Freigabe in OpenHood

  1. Kostenvoranschlag erstellen: den KVA mit einem Tipp anlegen, bei Bedarf ändern und dem Kunden zur Freigabe schicken.
  2. Mehrarbeit mitten im Auftrag: zum Beispiel „Bremsbeläge vorne stark abgenutzt, +180 € — freigeben?“, dazu ein Foto oder eine kurze Sprachnachricht im Chat.
  3. Kunde entscheidet: Er tippt Ja oder Nein, wo immer er gerade ist.
  4. Alles bleibt nachvollziehbar: Jede Änderung am Kostenvoranschlag landet in der Versionshistorie, jede Freigabe beim Auftrag.

Was rechtlich dahintersteht

Ein Kostenvoranschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten (§ 632 Abs. 3 BGB). Zeichnet sich ab, dass er wesentlich überschritten wird, muss die Werkstatt den Kunden unverzüglich darüber informieren (§ 649 BGB). Eine schriftliche, zeitlich nachvollziehbare Freigabe ist dafür der sauberste Beleg — deutlich belastbarer als die Erinnerung an ein Telefonat.

Allgemeiner Hinweis, keine Rechtsberatung.

Weniger Standzeit, weniger Diskussion

Wenn der Kunde in Minuten statt Stunden antwortet, ist das Auto schneller fertig und der Platz schneller frei. Und weil der Kunde das Foto gesehen und selbst freigegeben hat, gibt es bei der Rechnung keine Überraschung. Bezahlt wird anschließend direkt in der App — mehr dazu unter Kundenkommunikation für Werkstätten.

Häufige Fragen

Kann ich einen Kostenvoranschlag nachträglich ändern?

Ja. Sie ändern den KVA in der App und lassen ihn neu freigeben. Jede Version bleibt in der Versionshistorie erhalten.

Sieht der Kunde, warum die Mehrarbeit nötig ist?

Ja. Sie schicken im Chat Fotos vom Schaden oder eine kurze Sprachnachricht mit. Der Kunde entscheidet mit allen Informationen vor Augen.

Wird die Freigabe dokumentiert?

Ja. Freigaben und Ablehnungen werden beim Auftrag gespeichert, Änderungen am Kostenvoranschlag in der Versionshistorie.

Freigaben ohne Rückruf-Pingpong.

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